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Dienstag, 30. Dezember 2008

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wir lesen das wort : TELEVISION

vorne

Samstag, 10.01.2009
19h und 21h
Sonntag, 11.01.2009
21h

Offtheater
Kirchengasse 41
A-1070 Wien

ein Projekt von Juma Hauser

mit Ronja VOGL, Kurt PRINZ, Valentin HAUSER, Paula PFOSER, Resa HAUSER
und Klaus Pichler, Natascha Unkart, Alexander Wallner
Sound: IZC , Bewegung Heller Maschinen
Videos: Klaus Hohensinner, Julia Kläring, Katharina Lampert/Juma Hauser, Lilo Nein/Martina Nowak, Harald Scherz, Nils Olger

Für das Sitcom-Projekt wurde die dramaturgische und räumliche Struktur des Genres aufgegriffen (Live-aufzeichnung, Räumliche Anordnung/Zentralbau + Parzellierung) und ein Szenario entwickelt, dessen Charaktere sich aus unterschiedlichen materiellen und historischen Positionen heraus dem Thema des zeitgenössischen Fernsehens annähern.
In zwei gegenüberliegenden und gegen den Zuschauerraum abgetrennten Räumen führen zwei Protagonistinnen ein Gespräch und erzählen aus ihrem jeweiligen Alltag, die eine ist Autorin und lebt eine Blockade, die andere arbeitet als juristische Beraterin und ist auf Mittagspause von ihrem enervierenden Dauereinsatz. Die eine kann sich genauso wenig wie die andere im Nichtstun ihrem Tun entziehen, die Arbeitsrealität wird in der Freizeit rekonstruiert. Gemeinsam schlucken sie eine Beruhigungstablette. Gemeinsam sehen sie eine Sitcom an. (Egal wo du bist, egal was du machst, wir sehen die gleiche Sitcom..)

In den Segmenten dazwischen ist Weltausstellung angesagt.
Die EXPO 1900 sollte nicht nur Rückblick und Vorschau an der Schwelle zum 20. Jahrhundert darstellen, sondern stand auch im Zeichen der Elektrifizierung. Keine der Lampen funktioniert, die Generatoren stehen still.
Es ist der 15. August 1900. Und Constantin Perskyi muss seinen Vortrag vorbereiten. Darin soll erstmals das Wort TELEVISION postuliert werden. Nun soll diese Neuheit die Welt zeigen wie sie ist, aber unterhaltsam, wenn es denn geht, die Gesellschaft zu ihrem eigenen Besten hinreflektieren.
In dieser guten Absicht soll das Publikum in den Entstehungsprozess eingebunden werden, daher empfiehlt sich ein panoptischer Aufbau eines Fernsehstudios, in dessen Mitte die ZuseherInnen Platz nehmen können.

Das hält Jeremy Bentham wiederum für keine schlechte Idee, und auch Leon Theremin gefällt die Vorstellung einer Verbindung von Unterhaltung und Überwachung ganz gut. Doch wie geht Charakterdesign.
Während die beiden Freundinnen sich unterhalten, und in Paris die Elektrizität ausbleibt, beginnt Perskyi immer mehr an seinem geplanten Projekt zu zweifeln ..

Das 3-Kamera-Setup wird durch Fotokameras inszeniert, eine eigens produzierte Schallplatte strukturiert und dokumentiert das Geschehen auf den kreisförmig angeordneten Bühnen.

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